Käsespätzle mit geschmorten Karotten sind das Gegenteil von Diätküche, und darum geht es auch nicht. Es geht um den Moment, in dem der Käse Fäden zieht und die Zwiebeln obendrauf noch knacken. Die Karotten sind kein Beiwerk: In Butter geschmort werden sie süß und weich und nehmen der Sahne-Käse-Masse genau die Schwere, die sie sonst auf dem Teller behält. Roher roter Zwiebel darüber statt Röstzwiebeln aus der Tüte, das ist der zweite Unterschied.
Eine Portion vom Käsespätzle mit geschmorten Karotten hat 823.01 Kilokalorien und wiegt ca. 390.4g
4.96g Ballaststoffe36.44g Fett84.71g Kohlenhydrate36.64g Protein
Kurz gesagt
Die Schwierigkeit des Rezept: Käsespätzle mit geschmorten Karotten ist normal. Küche: Deutsch. Die Zubereitungszeit beträgt ca. 40 Minuten.
Spätzleteig anrühren. Mehl, Eier, Wasser und Salz mit dem Kochlöffel schlagen, bis der Teig Blasen wirft und zäh vom Löffel reißt. Das dauert gute drei Minuten und ist der einzige anstrengende Teil. Danach 15 Minuten ruhen lassen, sonst reißt er beim Schaben. Wer fertige Spätzle aus dem Kühlregal nimmt, überspringt Schritt 1 und 3.
Karotten schmoren. Karotten schräg in dicke Scheiben schneiden, in Butter bei mittlerer Hitze anbraten, dann eine Prise Zucker und zwei Esslöffel Wasser dazu. Deckel drauf und 15 Minuten schmoren, bis sie weich sind und glänzen. Nicht kochen, sondern schmoren: Im Wasserbad verlieren sie genau die Süße, auf die es hier ankommt.
Spätzle machen. Reichlich Salzwasser aufkochen. Den Teig portionsweise vom Brett ins Wasser schaben oder durch die Spätzlepresse drücken. Sobald sie oben schwimmen, mit dem Schaumlöffel herausheben. Nicht abschrecken, die Stärke wird später gebraucht.
Schichten und schmelzen. Spätzle und geriebenen Bergkäse abwechselnd in eine vorgewärmte Auflaufform schichten, oben Käse. Zwei Esslöffel Sahne darüber, dann 10 Minuten bei 200 Grad in den Ofen, bis der Käse Blasen wirft. Wer eine Pfanne bevorzugt: bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel geht es genauso.
Zwiebeln und Anrichten. Rote Zwiebel fein würfeln und roh über die fertigen Spätzle geben. Sie bringen Schärfe und Biss gegen den weichen Käse. Petersilie darüber, die Karotten daneben, sofort servieren.
Worauf es beim Käse ankommt
Der Käse entscheidet alles. Bergkäse mit sechs bis zwölf Monaten Reife schmilzt gut und schmeckt kräftig genug, um sich gegen die Karotten zu behaupten. Emmentaler allein wird schnell fad, junger Gouda zieht Fäden, bringt aber wenig Aroma. Bewährt hat sich eine Mischung aus zwei Dritteln Bergkäse und einem Drittel Emmentaler.
Wichtig ist die Temperatur: Käse auf kalte Spätzle geschichtet wird zäh, statt zu schmelzen. Deshalb die Form vorwärmen und die Spätzle direkt aus dem Wasser schichten.
Spätzle selbst zu machen lohnt sich geschmacklich, kostet aber 20 Minuten mehr. Frische aus dem Kühlregal sind der brauchbare Kompromiss; getrocknete aus der Tüte saugen die Sauce auf und werden pappig.
Was dazu passt und wie man es leichter macht
Ein grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing ist der klassische Gegenpol. Wer es leichter mag, ersetzt die Sahne durch zwei Esslöffel vom Spätzlewasser — die Stärke darin bindet ebenfalls, nur ohne Fett.
Statt Karotten passen geschmorte Pastinaken oder Kürbis. Beide bringen dieselbe Süße mit. Für die deftige Variante kommen Speckwürfel mit in die Pfanne, für die vegetarische reicht ein Teelöffel Senf im Käse, der macht ihn runder.
Reste lassen sich am nächsten Tag in der Pfanne mit etwas Butter anbraten, bis sich unten eine Kruste bildet. Viele finden diese Variante besser als das Original.
Häufige Fragen zu Käsespätzle mit geschmorten Karotten
Warum wird mein Käse ölig statt cremig?
Zu heiß. Über 200 Grad trennt sich das Fett vom Eiweiß. Lieber etwas länger bei mittlerer Hitze, dann bleibt der Käse sämig.
Kann ich die Spätzle vorbereiten?
Ja, bis zu einem Tag vorher kochen und kalt stellen. Dann aber kurz in heißem Wasser aufwärmen, bevor der Käse dazukommt — kalt geschichtet schmilzt er nicht richtig.
Wie bekomme ich die Zwiebeln milder?
Die Würfel zehn Minuten in kaltes Wasser legen und abtropfen lassen. Das nimmt die Schärfe, der Biss bleibt.
Geht das Gericht auch ohne Ofen?
Ja. In einer beschichteten Pfanne bei kleiner Hitze schichten, Deckel drauf, fünf Minuten warten. Das Ergebnis ist weniger überbacken, aber genauso cremig.
Wie viel Käse pro Portion?
Etwa 60 Gramm. Weniger schmeckt nach Nudeln mit Käse, deutlich mehr macht das Gericht schwer.
Für dieses Rezept gibt es noch keine Bewertung – Sie können die erste abgeben.
Wie kommen diese Bewertungen zustande?
Diese Bewertungen stammen von Besucherinnen und Besuchern dieser Seite. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, und wir prüfen nicht, ob jemand das Rezept tatsächlich nachgekocht hat. Jede Bewertung zählt sofort; wir sehen sie uns danach an und entfernen nur offensichtlichen Missbrauch. Um Mehrfachbewertungen desselben Rezepts zu erschweren, merkt sich Ihr Gerät die abgegebene Bewertung und wir speichern für einen begrenzten Zeitraum eine verschlüsselte Kennung, aus der sich Ihre Internetadresse nicht zurückrechnen lässt. Positive und negative Bewertungen behandeln wir gleich; wir löschen keine Bewertung, weil sie uns nicht gefällt. Nach der Abgabe fragen wir freiwillig nach einer kurzen Rückmeldung. Sie wird nicht veröffentlicht, geht nur an die Redaktion und ändert an der gezählten Bewertung nichts – auch dann nicht, wenn Sie nichts schreiben.