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Klassische Lasagne mit Rinderhackfleisch und Mozzarella

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Lasagne mit Rinderhackfleisch braucht keine Crème fraîche. Die Cremigkeit kommt aus einer Béchamel, angerührt aus Butter, Mehl und Milch, und die dauert zehn Minuten. Obendrauf liegt Mozzarella light statt der üblichen Sahne-Käse-Mischung. Entscheidend ist aber die Sauce darunter: Sie muss flüssiger sein, als man sie sich auf dem Teller wünschen würde, weil die trockenen Platten beim Backen Flüssigkeit ziehen.

Lasagne mit Rinderhackfleisch und Mozzarella

Zutaten für Lasagne mit Rinderhack

Nährwerte je Portion

Eine Portion vom Lasagne mit Rinderhackfleisch und Mozzarella hat 826.95 Kilokalorien und wiegt ca. 367.15g

3.49g Ballaststoffe33.12g Fett74.27g Kohlenhydrate56.47g Protein

Zubereitung

Die Schwierigkeit des Rezept: Lasagne mit Rinderhackfleisch und Mozzarella ist normal. Küche: Italienisch. Die Zubereitungszeit beträgt ca. 100 Minuten.

Die häufigste Enttäuschung bei einer selbst gemachten Lasagne mit Hackfleisch sind harte Ecken und Platten, die noch bissfest sind, wenn der Käse längst braun ist. Das liegt fast nie am Ofen. Trockene Lasagneplatten saugen beim Backen Flüssigkeit auf, und zwar mehr, als die meisten Rezepte einplanen. Die Tomatensauce sollte deshalb am Ende der Kochzeit noch gut vom Löffel fließen. Sieht sie im Topf schon perfekt aus, ist sie für die Form zu dick.

Béchamel statt Crème fraîche ist der zweite Punkt. Crème fraîche ist die schnelle Abkürzung, aber sie gerinnt bei langer Hitze leicht und legt sich als fettige Schicht zwischen die Platten. Eine Mehlschwitze mit Milch bleibt im Ofen stabil und verteilt sich gleichmäßig. Der Aufwand dafür sind Butter, Mehl, Milch und zehn Minuten Rühren.

Mozzarella light bringt eine Eigenheit mit: Weniger Fett heißt weniger Bräunung. Er schmilzt zwar, bleibt aber blass, wo Vollfett-Mozzarella längst goldbraun wäre. Deshalb kommt geriebener Parmesan darüber. Der färbt zuverlässig und bringt zugleich das Salz mit, das dem leichteren Käse fehlt.

Zwiebel und Möhre sind keine Beilage in der Hackfleischsoße, sondern ihre Süße. Fein gewürfelt und bei mittlerer Hitze acht bis zehn Minuten angeschwitzt, verschwinden sie später vollständig. Wird die Zeit gekürzt, schmeckt die Sauce roher und braucht Zucker als Ausgleich. Eine italienische Lasagne nimmt zu Zwiebel und Karotte noch Sellerie dazu, so will es die klassische Bolognese. Für eine einfache Lasagne reichen die beiden anderen. Ohne Sellerie wird die Soße etwas milder, sonst ändert sich wenig.

Lasagne mit Rinderhack: Schritt für Schritt

  1. Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen, die Karotten schälen und fein würfeln. Die Zwiebel ebenso, den Knoblauch fein hacken. Je kleiner die Würfel, desto vollständiger lösen sie sich später in der Sauce auf. Von Hand dauert das ein paar Minuten, mit einem Zerkleinerer1 geht es in Sekunden.
  2. Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen. Zwiebeln und Karotten bei mittlerer Hitze acht bis zehn Minuten anschwitzen, bis sie weich sind. Sie sollen glasig werden, nicht braun.
  3. Den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten, etwa eine Minute. Zwiebel und Knoblauch dürfen dabei keine Farbe nehmen, sonst werden sie bitter. Dann das Rinderhack einrühren und bei hoher Hitze krümelig anbraten, bis nichts mehr rot ist und sich am Topfboden braune Stellen bilden. Diese Stellen sind der Geschmack, sie werden gleich abgelöst.
  4. Tomatenmark unterrühren und zwei Minuten mitrösten, bis es dunkler wird. Roh geblieben schmeckt es scharf und metallisch. Sind die passierten Tomaten schon kräftig, reicht 1 EL Tomatenmark statt zwei.
  5. Mit den passierten Tomaten ablöschen und dabei die braunen Stellen vom Boden lösen. Mit Salz und Pfeffer würzen, den Oregano zugeben und die Hackfleischsoße offen bei kleiner Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Dabei etwas einkochen lassen, aber nicht eindicken. Gelegentlich umrühren.
  6. Für die Béchamel die Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl einrühren und zwei Minuten hell anschwitzen. Dafür einen zweiten Topf nehmen, die Hackfleischsoße köchelt ja weiter. Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einrühren, sonst entstehen Klümpchen.
  7. Die Béchamelsoße aufkochen und fünf Minuten kochen lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu frisch geriebener Muskat: Pfeffer und Muskat machen aus gebundener Milch erst eine Soße. Die cremige Béchamel soll dickflüssig vom Löffel laufen.
  8. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, bei Umluft reichen 160 Grad. Den Mozzarella light abtropfen lassen, trocken tupfen und in dünne Scheiben schneiden.
  9. Eine Auflaufform von etwa 30 mal 20 Zentimetern dünn mit Tomatensauce ausstreichen, damit die unterste Platte nicht anbackt. Dann Schicht für Schicht aufbauen: Lasagneplatten, Hackfleischsoße, Béchamel, etwas Mozzarella. So die Lasagne schichten, bis die Form voll ist.
  10. Die letzte Schicht ist Béchamel. Den restlichen Mozzarella darauf verteilen und mit dem geriebenen Käse bestreuen, dem Parmesan. Die oberste Platte muss vollständig bedeckt sein, sonst wird sie im Ofen hart.
  11. Im vorgeheizten Backofen 30–40 Minuten backen. Bleibt die Oberfläche blass, für die letzten fünf Minuten den Grill zuschalten und danebenstehen bleiben.
  12. Aus dem Ofen nehmen und zehn Minuten ruhen lassen. Erst dann schneiden. Frisch aus der Röhre läuft die Sauce auseinander und die Schichten rutschen vom Heber.

Beilagen zum Lasagne Rezept

Ein grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing reicht als Begleitung, weil die Säure gegen den Käse arbeitet. Weißbrot lohnt sich nur, wenn Sauce übrig bleibt. Für den nächsten Tag gilt: Aufgewärmt schmeckt eine Lasagne mit Rinderhack besser als frisch, die Schichten haben dann zusammengefunden. Abgedeckt bei 160 Grad etwa 20 Minuten in den Ofen, die Mikrowelle macht die Platten zäh.

Zur Herkunft des Gerichts und den regionalen Varianten in Italien gibt es bei Wikipedia einen Überblick. Die klassische Mehlschwitze als Grundsauce ist unter Béchamelsauce genauer beschrieben.

Klassische Lasagne: perfekt zum Vorbereiten

Eine klassische Lasagne ist eines der wenigen Gerichte, die durch Warten besser werden. Geschichtet und abgedeckt hält sie einen Tag im Kühlschrank, bevor sie überhaupt in den Ofen kommt. Die Platten ziehen in dieser Zeit schon Flüssigkeit aus der Soße, quellen gleichmäßiger und werden nirgends hart. Kalt aus dem Kühlschrank braucht sie etwa zehn Minuten länger.

Für Gäste heißt das: die Lasagne mit Rinderhack am Vortag schichten, am Abend nur noch backen. Die 40 Minuten im Ofen laufen dann ohne Zutun ab, und die zehn Minuten Ruhezeit danach reichen, um den Salat anzumachen. Wer einfrieren will, backt die Lasagne zuerst fertig und portioniert sie danach.

Häufige Fragen zur Lasagne mit Rinderhackfleisch

  • Wie viel sind 150 Gramm Zwiebeln? Etwa anderthalb mittelgroße. 1 Zwiebel wiegt geschält rund 100 Gramm, eine Karotte 60 bis 80 Gramm. Genauer als die Waage ist beides nicht nötig, die Mengen sind unkritisch.
  • Heißt es Béchamel oder Bechamel? Beides ist gebräuchlich. Die Soße ist nach dem französischen Hofbeamten Béchameil benannt, im Deutschen hat sich die Schreibweise ohne Akzent daneben durchgesetzt. Gemeint ist dieselbe Mehlschwitze mit Milch.
  • Muss ich die Lasagneplatten vorkochen? Nein. Die üblichen Platten aus dem Supermarkt sind für den direkten Einsatz gemacht. Sie brauchen dafür aber genug Flüssigkeit ringsum, sonst bleiben sie bissfest.
  • Warum ohne Crème fraîche? Sie gerinnt bei 40 Minuten Ofenhitze leicht und setzt sich fettig ab. Béchamel bleibt cremig und lässt sich außerdem besser verteilen.
  • Kann ich die Lasagne vorbereiten? Ja. Geschichtet hält sie abgedeckt einen Tag im Kühlschrank. Kalt in den Ofen gestellt braucht sie etwa zehn Minuten länger.
  • Lässt sie sich einfrieren? Gebacken und portionsweise ja, bis zu drei Monate. Auftauen im Kühlschrank, dann abgedeckt bei 160 Grad aufwärmen.
  • Wie lange hält sie im Kühlschrank? Drei Tage in einer verschlossenen Dose. Wegen des Hackfleischs nicht länger.
  • Womit kann ich Mozzarella light ersetzen? Junger Gouda oder Emmentaler schmelzen ähnlich und bräunen sogar besser. Fettärmer wird es damit allerdings nicht.
  • Warum bleibt die Oberfläche blass? Das ist der geringere Fettanteil des leichten Mozzarellas. Parmesan darüber oder die letzten Minuten unter dem Grill lösen das.
  • Geht auch gemischtes Hackfleisch? Ja, gemischtes Hackfleisch macht die Sauce etwas saftiger. Reines Rind schmeckt kräftiger und passt besser zur Béchamel.
  • Heißen Lasagneplatten auch Lasagneblätter? Ja, beides meint dieselben getrockneten Teigplatten. Auf der Packung steht mal das eine, mal das andere.
  • Wo stehen die Nährwerte? In der Tabelle über der Zubereitung. Sie rechnet sich auf die eingestellte Portionszahl um.
  • Passt frischer Basilikum dazu? Ja, aber erst nach dem Backen. Im Ofen verliert er sein Aroma, auf dem heißen Teller behält er es.

Weitere Rezepte aus dem Ofen

Bleibt Hackfleisch übrig, ist der Kartoffel Blumenkohl Hackfleisch Auflauf die naheliegende Verwertung. Ohne Fleisch funktioniert der Kartoffel Spinat Auflauf nach demselben Prinzip aus Schichten und Sauce. An einem Werktag geht es mit Penne mit Pilzrahmsauce oder One-Pot Nudeln mit Hirtenkäse in der halben Zeit. Jetzt weitere Hauptgerichte entdecken.

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