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Pflaumenkuchen mit Hefeteig ohne Zucker

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Ende August liegen die Pflaumen kistenweise da und wollen verarbeitet werden. Dieser Pflaumenkuchen mit Hefeteig kommt komplett ohne Zucker aus: Im Teig und in den Streuseln steckt Erythrit, gesüßt wird also mit einem Zuckeraustauschstoff, der praktisch keine Kalorien liefert. Der Hefeteig geht trotzdem auf, die Streusel werden mürbe, und geschmacklich fehlt nichts. Ein paar Kleinigkeiten ändern sich beim Backen allerdings schon, und die stehen weiter unten.

Pflaumenkuchen mit Hefeteig ohne Zucker

Pflaumenkuchen mit Hefeteig: was der Austausch verändert

Schritt für Schritt

Eine Portion vom Pflaumenkuchen mit Hefeteig ohne Zucker hat 260.58 Kilokalorien und wiegt ca. 54.64g

0.94g Ballaststoffe10.01g Fett37.54g Kohlenhydrate4.64g Protein

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Die Schwierigkeit des Rezept: Pflaumenkuchen mit Hefeteig ohne Zucker ist normal. Küche: Deutsch. Die Zubereitungszeit beträgt ca. 40 Minuten (plus 60 Minuten Gehzeit und 40 Minuten Backzeit) Minuten.

Erythrit1 süßt etwa 70 Prozent so stark wie Haushaltszucker. Wer eins zu eins tauscht, bekommt einen Kuchen, der eine Spur weniger süß schmeckt. Bei einem Blech mit 1,5 kg Pflaumen fällt das kaum auf, weil die Früchte selbst Säure und Süße mitbringen. Zwei Dinge sollte man aber wissen.

Die Hefe braucht Hilfe. Hefe verstoffwechselt Erythrit nicht. Sie ernährt sich stattdessen von der Stärke im Mehl, das dauert etwas länger. Rechne mit rund 60 Minuten Gehzeit statt der üblichen 45. Ein Teelöffel echter Zucker oder Honig im Vorteig beschleunigt das spürbar, dann ist der Kuchen allerdings nicht mehr ganz zuckerfrei.

Die Bräunung bleibt blasser. Ohne Zucker karamellisiert nichts, die Streusel bleiben hell. Das Foto oben zeigt das ganz gut. Wer eine goldene Kruste will, bestreicht den Teigrand mit etwas Milch und schiebt den Kuchen die letzten fünf Minuten eine Schiene höher.

Und ein dritter Punkt, über den selten jemand spricht: Erythrit hinterlässt einen leichten Kühleffekt auf der Zunge, ähnlich wie Menthol. In den Streuseln, wo es körnig bleibt, merkt man das am ehesten. Gemahlenes Erythrit in Puderform macht den Effekt deutlich kleiner.

Pflaumenkuchen mit Hefeteig: Schritt für Schritt

  1. Die Milch handwarm erwärmen, nicht heißer als 37 Grad. Die Hefe darin auflösen und zehn Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen zeigen.
  2. Mehl, Erythrit und Salz in einer Schüssel mischen. Die Hefemilch, das Ei und die weiche Butter dazugeben und alles fünf Minuten kräftig kneten, bis der Teig sich vom Schüsselrand löst.
  3. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Er soll sein Volumen deutlich vergrößern. Das dauert länger als bei einem Teig mit Zucker, also Geduld.
  4. Währenddessen die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Jede Hälfte noch einmal längs einschneiden, aber nicht durchtrennen, dann lassen sie sich fächerartig auslegen.
  5. Für die Streusel Mehl, Erythrit und Zimt mischen, die kalte Butter in Flöckchen dazugeben und alles mit den Fingerspitzen zu groben Bröseln reiben. Nicht zu lange arbeiten, sonst wird eine Kugel daraus. Bis zum Backen kalt stellen.
  6. Den Teig auf ein gefettetes Blech (40 × 30 cm) ausrollen und den Rand leicht hochziehen. Die Pflaumen dicht an dicht mit der Schnittfläche nach oben darauflegen, sie fallen beim Backen zusammen.
  7. Die Streusel darüber verteilen und den Kuchen noch einmal 15 Minuten ruhen lassen.
  8. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 35 bis 40 Minuten backen. Der Teigrand soll fest sein, die Streusel dürfen hell bleiben.
  9. Auf dem Blech auskühlen lassen. Warm schmeckt der Kuchen gut, am nächsten Tag ist er saftiger, weil der Saft der Pflaumen in den Teig zieht.

Was dazu passt

Klassisch gehört Schlagsahne dazu. Ohne Zucker geschlagen und mit etwas Vanille gewürzt passt sie besser zum säuerlichen Belag als die gezuckerte Variante. Wer den Kuchen einfriert, schneidet ihn vorher in Stücke und legt Backpapier dazwischen. Aufgetaut und kurz im Ofen aufgebacken schmeckt er fast wie frisch.

Zur Sortenfrage: Zwetschgen sind die bessere Wahl. Sie haben festeres Fruchtfleisch, lösen sich leichter vom Stein und wässern den Teig nicht so stark. Runde Pflaumen funktionieren auch, brauchen dann aber zwei Esslöffel Grieß oder gemahlene Mandeln unter dem Belag. Der Unterschied zwischen beiden ist bei Wikipedia gut beschrieben. Warum sich weniger Zucker überhaupt lohnt, fasst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zusammen.

Häufige Fragen zu Pflaumenkuchen mit Hefeteig

  • Geht Hefeteig ohne Zucker überhaupt auf? Ja. Hefe braucht keinen zugesetzten Zucker, sie kommt an den Zucker aus der Stärke im Mehl. Der Teig geht nur langsamer, deshalb die längere Gehzeit.
  • Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe nehmen? Ja, ein Päckchen mit 7 Gramm ersetzt einen Würfel. Trockenhefe wird direkt unter das Mehl gemischt, das Auflösen in Milch entfällt.
  • Wie viel Erythrit entspricht 100 Gramm Zucker? Etwa 130 Gramm, weil die Süßkraft geringer ist. In diesem Rezept sind die Mengen schon angepasst.
  • Warum bleiben die Streusel so hell? Ohne Zucker fehlt die Karamellisierung. Am Geschmack ändert das nichts, nur an der Farbe.
  • Muss ich die Pflaumen vorher zuckern? Nein. Zucker zieht Wasser aus den Früchten, genau das will man beim Blechkuchen nicht. Reife Pflaumen bringen genug Süße mit.
  • Wie lange hält der Kuchen? Abgedeckt drei Tage bei Zimmertemperatur. Erythrit konserviert nicht so wie Zucker, deshalb hält er kürzer als die klassische Variante.

Weitere Rezepte zum Nachbacken

Wenn der Pflaumenkuchen mit Hefeteig gelungen ist, funktioniert das Prinzip auch mit anderen Früchten. Der Blaubeerkuchen ist noch schneller fertig, der Apfel-Marzipan-Kuchen passt in den Herbst und der schokoladige Zucchinikuchen verwertet, was im Garten übrig bleibt. Wer lieber herzhaft backt, nimmt das Saatenbrot ohne Kneten. Jetzt weitere Backrezepte entdecken.

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