Fünf Zutaten, eine Pfanne, 25 Minuten. Spaghetti mit Kirschtomaten leben davon, dass die Tomaten in heißem Olivenöl aufplatzen und ihren Saft abgeben, statt in Wasser zu zerfallen. Sauce aus der Dose braucht es dafür nicht. Was am Ende bindet, ist eine Kelle vom Nudelwasser.
Eine Portion vom Spaghetti mit Kirschtomaten und Basilikum hat 512.83 Kilokalorien und wiegt ca. 116.14g
5.12g Ballaststoffe14.25g Fett76.85g Kohlenhydrate16.74g Protein
Spaghetti mit Kirschtomaten: Schritt für Schritt
Das Rezept: Spaghetti mit Kirschtomaten und Basilikum ist einfach zuzubereiten. Küche: Italienisch. Die Zubereitungszeit beträgt ca. 25 Minuten.
Wasser aufsetzen. Vier Liter Wasser zum Kochen bringen und kräftig salzen, etwa ein gehäufter Esslöffel. Das ist die einzige Stelle, an der die Nudeln selbst Salz aufnehmen.
Tomaten und Knoblauch vorbereiten. 500 g Kirschtomaten waschen und halbieren. Drei Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden, nicht pressen. Scheiben lassen sich später herausfischen, gepresster Knoblauch verbrennt schneller.
Knoblauch ziehen lassen. Vier Esslöffel Olivenöl in einer weiten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Knoblauchscheiben hineingeben und eine Minute ziehen lassen, bis sie duften und hellgolden sind. Braun werden dürfen sie nicht, dann wird das Öl bitter.
Tomaten aufplatzen lassen. Die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne legen. Hitze hochdrehen und fünf bis acht Minuten braten, bis die Haut Blasen wirft und sich löst. Dann mit dem Kochlöffel andrücken, salzen und pfeffern.
Spaghetti kochen. 400 g Spaghetti ins sprudelnde Wasser geben und ein bis zwei Minuten kürzer kochen, als auf der Packung steht. Sie garen in der Pfanne nach. Vor dem Abgießen eine Tasse Nudelwasser abschöpfen.
Zusammenführen. Die abgetropften Spaghetti in die Tomatenpfanne geben, eine Kelle Nudelwasser dazu und alles bei mittlerer Hitze schwenken, bis die Sauce an den Nudeln haftet. Das dauert eine gute Minute. Ist es zu trocken, kommt mehr Wasser dazu.
Anrichten. Vom Herd nehmen, Basilikumblätter grob zerreißen und unterheben. Auf Teller verteilen, geriebenen Parmesan darüber und sofort servieren. Basilikum kommt erst zum Schluss, gekocht verliert er sein Aroma.
Warum das Nudelwasser in die Pfanne gehört
Beim Kochen löst sich Stärke aus den Nudeln ins Wasser. Diese Stärke bindet Öl und Tomatensaft zu einer Sauce, die an den Spaghetti haftet, statt auf den Tellerboden zu laufen. Ohne sie bleiben Öl und Saft getrennt, egal wie lange geschwenkt wird.
Deshalb zwei Regeln: Das Wasser vor dem Abgießen abschöpfen, nicht danach an den Ausguss denken. Und die Nudeln nicht abschrecken, das spült die Stärke von der Oberfläche. Wer einmal darauf geachtet hat, macht es nie wieder anders.
Kirschtomaten, Datteltomaten oder aus der Dose
Kirschtomaten haben mehr Zucker und weniger Wasser als große Fleischtomaten, deshalb schmeckt die Sauce nach wenigen Minuten schon rund. Datteltomaten funktionieren genauso, sie sind etwas fester und brauchen eine Minute länger. Beide gehören nicht in den Kühlschrank: Unter sieben Grad verlieren sie Aroma, wie das Bundeszentrum für Ernährung beschreibt.
Im Winter, wenn frische Tomaten wässrig schmecken, sind geschälte Tomaten aus der Dose die bessere Wahl. Dann entfällt das Aufplatzen: Die Dosentomaten kommen direkt nach dem Knoblauch in die Pfanne und köcheln zehn Minuten ein.
Häufige Fragen zu Spaghetti mit Kirschtomaten
Warum bleibt die Sauce wässrig? Entweder war die Hitze zu niedrig, sodass der Tomatensaft nicht verdampft ist, oder es kam zu viel Nudelwasser auf einmal dazu. Kelle für Kelle zugeben und dazwischen schwenken.
Muss ich die Tomaten häuten? Nein. Die Haut löst sich beim Braten von selbst und rollt sich zusammen. Wen die Streifen stören, der fischt sie mit der Gabel heraus.
Welche Nudeln passen sonst? Alles mit Struktur, an der die Sauce hängen bleibt: Linguine, Bucatini, Rigatoni. Bei kurzen Sorten die Tomaten kleiner schneiden, dann trifft in jeder Gabel beides zusammen.
Kann ich das vorbereiten? Die Tomatenbasis ja, sie hält zwei Tage im Kühlschrank. Die Nudeln immer frisch kochen, aufgewärmte Spaghetti werden weich und nehmen keine Sauce mehr an.
Wie viel Basilikum ist richtig? Eine gute Handvoll für vier Portionen, also etwa 15 g. Die Blätter zerreißen statt schneiden, an der Schnittkante wird das Kraut sonst dunkel. Mehr zum Umgang mit frischen Kräutern.
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