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Dampfnudeln mit Pflaumenkompott

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Dampfnudeln mit Pflaumenkompott brauchen keinen Ofen. Der Hefeteig geht eine Stunde, danach garen die Klöße 15 Minuten über kochendem Wasser. Dafür wird ein Geschirrtuch straff über den Topf gespannt oder ein Sieb eingehängt, darüber kommt ein Deckel aus Glas. Aus 250 Gramm Mehl werden sieben bis acht Stück, genug für vier Teller. In Ostdeutschland heißen sie Hefeklöße, im Süden Dampfnudeln. Dort kommen sie allerdings meist in die Pfanne statt über den Dampf. Als Dessert wie als süßes Hauptgericht sind beide zu Hause.

Dampfnudeln mit Pflaumenkompott

Zutaten für Dampfnudeln mit Pflaumenkompott

Nährwerte je Portion

Eine Portion vom Dampfnudeln mit Pflaumenkompott hat 502.25 Kilokalorien und wiegt ca. 124.96g

1.59g Ballaststoffe13.03g Fett85.23g Kohlenhydrate10.28g Protein

Zubereitung

Die Schwierigkeit des Rezept: Dampfnudeln mit Pflaumenkompott ist normal. Küche: Deutsch. Die Zubereitungszeit beträgt ca. 30 Minuten.

  1. Milch lauwarm erwärmen. Nicht heiß. Über 40 Grad stirbt die Hefe ab, und der Teig geht nicht mehr. Butter in der warmen Milch schmelzen lassen, dann 50 Gramm Zucker und die zerbröckelte frische Hefe einrühren, bis sich beides gelöst hat. Die restlichen 30 Gramm sind fürs Kompott.
  2. Mehl und Salz dazugeben, das Ei aufschlagen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Etwa fünf Minuten kneten, dann löst er sich vom Schüsselrand und klebt nicht mehr an den Fingern. Ist er zu weich, löffelweise Mehl nachgeben.
  3. Eine Stunde gehen lassen. Die Schüssel mit einem Tuch zudecken und an einen warmen Ort stellen. Der Ofen bei 35 Grad ist dafür der ruhigste Platz in der Küche: kein Zug, keine Erschütterung, gleichmäßige Wärme. Der Teig sollte sein Volumen etwa verdoppeln.
  4. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, in sieben bis acht Stücke teilen und mit bemehlten Händen zu Kugeln formen. Mit Abstand auf ein Blech mit Backpapier setzen, sie gehen beim Dämpfen noch einmal auf.

Geformte Teigkugeln aus Hefeteig mit Abstand auf Backpapier auf einem Blech

  1. Wasser im Topf zum Kochen bringen, etwa fingerbreit hoch. Ein sauberes Geschirrtuch straff über den Topfrand spannen und unten festbinden oder mit einem Gummi sichern. Das Tuch darf das Wasser nicht berühren.

Geschirrtuch straff über einen Topf mit kochendem Wasser gespannt

  1. Die Kugeln aufs Tuch setzen, wieder mit Abstand. Sieben Stück passen auf einen normalen Topf. Was nicht draufpasst, wartet auf dem Blech auf den zweiten Durchgang.

Sechs Hefeteigkugeln auf einem gespannten Geschirrtuch über dem Topf

  1. 15 Minuten dämpfen, Glasdeckel drauf und liegen lassen. Nicht zwischendurch nachsehen: Jedes Abheben lässt den Dampf entweichen, und die Klöße fallen zusammen. Durch das Glas sieht man ohnehin, wie sie aufgehen.

Aufgegangene Dampfnudeln unter einem beschlagenen Glasdeckel

  1. Das Kompott nebenher kochen. Pflaumen in einen zweiten Topf geben, den restlichen Zucker oder ersatzweise Erythrit1 dazu, aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Tiefgekühlte Pflaumen können direkt aus dem Froster in den Topf, sie ziehen beim Erwärmen genug Saft. Zimt passt dazu, am besten als ganze Stange, die vor dem Servieren wieder herauskommt. Gemahlener Zimt färbt den Sud trüb. Zum Schluss mit hellem Saucenbinder abbinden, bis der Sud sämig ist. Speisestärke geht auch, dann in kaltem Wasser anrühren und unter Rühren einkochen.
  2. Sofort servieren. Dampfnudeln mit Pflaumenkompott schmecken warm am besten. Das Kompott danebengeben statt darüber, sonst weicht der Saft die Oberfläche auf, solange die Klöße darin liegen.

Tuch oder Sieb: beide Wege führen zum Ziel

Das gespannte Geschirrtuch ist die ältere Methode und kommt ohne Zusatzgerät aus. Sie hat einen Haken. Das Tuch saugt sich voll, und wer es zu locker spannt, lässt die Klöße ins Wasser hängen. Ein Sieb, das in den Topf passt, nimmt diese Sorge ab. Der Dampf steigt genauso auf, und die Dampfnudeln lassen sich am Stück herausheben. Wichtig ist bei beiden nur, dass zwischen Wasser und Teig Luft bleibt und der Deckel schließt.

Ein Deckel aus Glas ist mehr als Bequemlichkeit. Er ist der Grund, warum man 15 Minuten lang die Finger vom Topf lassen kann, ohne im Ungewissen zu sein. Fällt eine Dampfnudel doch zusammen, lag es fast immer am zu frühen Nachsehen, selten am Teig.

Häufige Fragen zu Dampfnudeln mit Pflaumenkompott

  • Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe nehmen? Ja. Ein halbes Päckchen frische Hefe entspricht etwa einem halben Päckchen Trockenhefe, also gut 3 Gramm. Trockenhefe wird trocken unter das Mehl gemischt statt in der Milch gelöst, sonst ändert sich nichts.
  • Warum fallen die Klöße nach dem Dämpfen zusammen? Meist, weil der Deckel zu früh abgehoben wurde. Der Temperatursturz lässt die Luftblasen im Teig schrumpfen. Der zweithäufigste Grund ist zu heiße Milch beim Ansetzen. Dann war die Hefe schon tot und der Teig ist nie richtig aufgegangen.
  • Geht es ohne Geschirrtuch? Ja, mit jedem Sieb oder Dämpfeinsatz, der in den Topf passt und über dem Wasser steht. Ein Bambuskorb funktioniert genauso.
  • Zwetschge oder Pflaume? Für Dampfnudeln mit Pflaumenkompott ist die Zwetschge die bessere Wahl. Sie ist fester, wässert beim Kochen weniger und behält ihre Form, während die runde Pflaume schneller zu Mus zerfällt. Frische Früchte vorher waschen, halbieren und entkernen. Tiefgekühlte sind meist schon entsteint.
  • Muss ich die Pflaumen auftauen? Nein. Gefrorene Pflaumen kommen direkt in den Topf. Sie brauchen ein paar Minuten länger, ziehen dafür aber mehr Saft als frische, weil der Frost die Zellwände aufbricht.
  • Wie wird das Kompott ohne Zucker süß? Erythrit ersetzt den Zucker eins zu eins und hat keine Kalorien. Es karamellisiert nicht, was beim Kompott niemanden stört. Wer den Kuchenweg bevorzugt, findet die Variante beim Pflaumenkuchen mit Hefeteig ohne Zucker.
  • Kann ich den Teig am Vorabend ansetzen? Ja, im Kühlschrank. Dort geht er langsam über Nacht. Am nächsten Tag eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen, dann formen und dämpfen.
  • Wie lange halten sich Dampfnudeln? Warm sind sie am besten. Übrig gebliebene halten zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank und werden im Dampf wieder weich, etwa fünf Minuten. In der Mikrowelle werden sie zäh.

Bleibt Hefeteig übrig oder ist noch Obst da, passt der Pflaumenkuchen mit Pudding und Hefeteig zur selben Jahreszeit. Wie das Gericht historisch eingeordnet wird, steht bei Wikipedia zur Dampfnudel; zur Frucht selbst gibt es dort einen eigenen Artikel über die Pflaume.

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