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Pflaumenkuchen mit Pudding und Hefeteig

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Pflaumen ziehen beim Backen Saft, und der landet im Hefeteig. Genau dagegen hilft die Puddingschicht: Sie fängt die Flüssigkeit ab, bevor sie den Boden erreicht. Ein Pflaumenkuchen mit Pudding steht deshalb auch am zweiten Tag noch, während ein Blech ohne Decke bis dahin durchgeweicht ist. Vom Blech, zwanzig Stücke, mit Hefeteig und einer Puddingdecke, die im Ofen aufgeht und goldbraun wird.

Pflaumenkuchen mit Pudding und Hefeteig

Zutaten für ein Blech

Nährwerte je Stück

Eine Portion vom Pflaumenkuchen mit Pudding und Hefeteig hat 242.21 Kilokalorien und wiegt ca. 60.49g

0.88g Ballaststoffe6.02g Fett41.15g Kohlenhydrate5.5g Protein

Zubereitung

Die Schwierigkeit des Rezept: Pflaumenkuchen mit Pudding und Hefeteig ist normal. Küche: Deutsch. Die Zubereitungszeit beträgt ca. 40 Minuten (plus 60 Minuten Gehzeit und 45 Minuten Backzeit) Minuten.

Der Kuchen besteht aus drei Schichten, die nacheinander entstehen: ein Hefeteig, der eine Stunde geht, die halbierten Pflaumen darauf, und zuletzt der Pudding. Rechnen Sie mit zweieinhalb Stunden, von denen Sie aber nur vierzig Minuten wirklich beschäftigt sind.

Die Milch für den Hefeteig darf nur lauwarm sein. Hefe ist ein Pilz, und der stirbt oberhalb von etwa 45 Grad ab. Ein zuverlässiger Test ohne Thermometer: Ein Tropfen auf dem Handrücken darf sich weder warm noch kalt anfühlen. Ist die Milch zu heiß gewesen, geht der Teig gar nicht mehr auf, und das merkt man erst nach einer Stunde Wartezeit.

Die Pflaumen kommen mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig. So läuft der austretende Saft nicht sofort nach unten, sondern sammelt sich in der Mulde, wo ihn später der Pudding aufnimmt. Bei einem Blech ohne Puddingdecke macht man es genau umgekehrt und legt die Hälften mit der Wölbung nach oben, damit weniger Saft entsteht.

Der Vanillepudding wird gekocht wie auf der Packung, nur mit weniger Milch als angegeben. Er soll fest genug sein, um auf den Pflaumen zu liegen, statt zwischen ihnen zu versickern. Vor dem Aufstreichen kommen zwei Eier hinein, allerdings erst, wenn der Pudding auf Handwärme abgekühlt ist. In heißen Pudding gerührt, gerinnen sie zu Rührei.

Pflaumenkuchen mit Pudding: Schritt für Schritt

  1. Die Milch für den Teig lauwarm erwärmen. Die Hefe hineinbröseln, einen Esslöffel Zucker dazugeben und zehn Minuten stehen lassen, bis sich Schaum bildet. Bleibt er aus, ist die Hefe nicht mehr aktiv.
  2. Mehl, restlichen Zucker für den Teig, das Ei, die weiche Butter und eine Prise Salz in eine Schüssel1 geben. Die Hefemilch dazugießen und alles fünf Minuten zu einem glatten Teig verkneten, bis er sich vom Schüsselrand löst.
  3. Zugedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig soll sein Volumen verdoppeln.
  4. Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Bei sehr großen Früchten die Hälften noch einmal einschneiden, damit sie flach liegen.
  5. Den Teig auf ein gefettetes Backblech ausrollen und dabei einen Rand von zwei Zentimetern hochziehen. Der hält später den Pudding.
  6. Die Pflaumenhälften dicht an dicht mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig setzen. Mit Zimt bestreuen.
  7. Für die Decke das Vanillepuddingpulver mit sechs Esslöffeln der Milch und dem Zucker glattrühren. Die restliche Milch aufkochen und das angerührte Pulver mit dem Schneebesen in die kochende Milch rühren. Eine Minute unter Rühren kochen lassen.
  8. Den Pudding auf Handwärme abkühlen lassen, dann die beiden Eier unterrühren. Die Masse gleichmäßig über die Pflaumen streichen.
  9. Den Backofen rechtzeitig auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Er muss die Temperatur erreicht haben, bevor der Kuchen hineinkommt, sonst läuft der Pudding von den Pflaumen.
  10. Im vorgeheizten Backofen 40 bis 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Die Decke geht dabei auf und nimmt Farbe an.
  11. Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen, erst dann in Stücke schneiden. Warm ist der Pudding noch weich und läuft beim Schneiden aus.

Zwetschgen oder Pflaumen?

Ein Zwetschgenkuchen ist strenggenommen das Richtige: Für den Belag sind Zwetschgen die bessere Wahl, auch wenn im Rezept von Pflaumen die Rede ist. Sie sind fester, lösen sich leichter vom Stein und zerfallen beim Backen nicht. Echte Pflaumen schmecken süßer, geben aber deutlich mehr Saft ab. Wer sie nimmt, sollte die Puddingschicht etwas dicker auftragen.

Die Erntezeit läuft von August bis Oktober, und in dieser Zeit sind die Früchte am günstigsten. Zwetschgen aus dem eigenen Garten haben oft kleine Druckstellen, die für den Kuchen keine Rolle spielen: Sie kommen ohnehin unter die Decke. Eine Beschreibung der Sortenunterschiede steht bei Wikipedia, ebenso ein Überblick über die Hefeteig-Grundlagen.

Pflaumenkuchen mit Pudding aufbewahren

Abgedeckt hält der Kuchen drei Tage im Kühlschrank, und am zweiten Tag schmeckt er besser als am ersten: Der Saft ist dann in den Teig gezogen und der Zimt hat sich verteilt. Einfrieren geht stückweise, aufgetaut wird bei Zimmertemperatur. Aus dem Ofen holt man ihn besser nicht wieder heraus, die Puddingdecke wird davon körnig.

Ohne Zucker geht es auch: Der Pflaumenkuchen mit Hefeteig ohne Zucker arbeitet mit Erythrit und Streuseln statt Pudding.

Pflaumenkuchen mit Pudding: häufige Fragen

  • Kann ich Trockenhefe nehmen? Ja, ein Päckchen mit 7 Gramm ersetzt den halben Würfel. Sie wird trocken unter das Mehl gemischt, nicht in der Milch aufgelöst, und braucht keine Vorlaufzeit.
  • Warum ist mein Hefeteig nicht aufgegangen? Meist war die Milch zu heiß. Über 45 Grad überlebt die Hefe nicht. Der zweite häufige Grund ist ein zu kalter Raum: Unter 20 Grad dauert das Gehen doppelt so lange.
  • Kann ich tiefgefrorene Pflaumen verwenden? Ja, aber nicht auftauen. Gefroren auf den Teig setzen und die Backzeit um zehn Minuten verlängern. Aufgetaute Früchte geben zu viel Wasser ab.
  • Der Pudding ist zu dünn geworden, was tun? Noch einmal aufkochen und einen Esslöffel Speisestärke einrühren, in kaltem Wasser angerührt. Zu dünner Pudding läuft zwischen die Pflaumen und weicht den Boden auf.
  • Kann ich zusätzlich Streusel daraufgeben? Ja, Pflaumenkuchen mit Pudding und Streuseln ist die häufigste Abwandlung überhaupt. Für ein Blech reiben Sie 150 g Mehl, 100 g kalte Butter und 80 g Zucker mit den Fingern zu Bröseln und streuen diese in den letzten 15 Minuten der Backzeit über den Pudding. Von Anfang an daraufgestreut sinken sie in die noch weiche Masse ein und verschwinden darin.
  • Passt das Rezept in eine Springform? Ja, mit der halben Menge in eine Form von 26 Zentimetern. Die Backzeit bleibt etwa gleich, weil der Kuchen dafür höher wird. Ein Blech ergibt 20 Stücke, die Springform etwa 12.
  • Geht das auch mit fertigem Hefeteig? Ja. Ein Blech braucht etwa 500 Gramm aus dem Kühlregal. Der Geschmack ist flacher, weil solche Teige weniger Butter enthalten, und die Gehzeit entfällt.
  • Warum reißt die Puddingdecke beim Backen? Sie geht durch die Eier auf und fällt beim Abkühlen wieder zusammen. Feine Risse sind normal und verschwinden fast, sobald der Kuchen kalt ist.

Weitere Backrezepte

Ähnlich einfach vom Blech kommt der Blaubeerkuchen, und in der Apfelsaison passt der Apfel-Marzipan-Kuchen. Wer etwas Ungewöhnliches sucht, findet es beim schokoladigen Zucchinikuchen. Für die Adventszeit steht der Marzipan-Lebkuchen ohne Orangeat bereit. Jetzt weitere Backrezepte entdecken.

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